Tanz der Hormone:
Die Schilddrüse
Unsere Schilddrüse – umgangssprachlich gerne auch „Schmetterlingsorgan“ genannt – steuert viele wichtige Prozesse im Körper mit. Sie beeinflusst unter anderem den Stoffwechsel, das Herz-Kreislauf-System, die Verdauung, die Muskeln, das Wachstum sowie Knochen und Nerven.
Grundlage dafür ist das harmonische Zusammenspiel der Schilddrüsenhormone Trijodthyronin, Thyroxin und Calcitonin. Je nach Situation benötigt der Körper mal mehr, mal weniger Schilddrüsenhormone. Bei Kälte, in Wachstumsphasen oder während einer Schwangerschaft ist der Bedarf z. B. erhöht.
Etwa jeder dritte Erwachsene entwickelt im Laufe seines Lebens eine krankhafte Veränderung der Schilddrüse, Frauen sind deutlich häufiger betroffen. Neben einer erblichen Komponente zählen falsche Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, hormonelle Umstellungen, Infektionen, Stress, Umweltschadstoffe, Tabakkonsum oder ein geschwächtes Immunsystem zu den möglichen Ursachen. Auch ein Defizit an bestimmten Mineralstoffen und Vitaminen, darunter Jod, Selen, Zink, Eisen, Vitamin D und B-Vitamine, kann die Entstehung beeinflussen. Eine Unterfunktion (Hypothyreose) oder Überfunktion (Hyperthyreose) sind mögliche Folgen. In der klassischen Schulmedizin werden Störungen meist mit synthetischen Hormonen oder einer OP behandelt. Die Naturheilkunde liefert ergänzend verschiedene Möglichkeiten, um den Jodstoffwechsel und das Immunsystem wirkungsvoll zu unterstützen.
NATÜRLICH-TIPPS FÜR EINE GESUNDE SCHILDDRÜSE
- Ohne Jod nix los.
Empfehlenswert ist eine Zufuhrmenge (DGE) von 150 µg für Erwachsene (in Schwangerschaft 200 µg, Stillzeit 230 µg). Neben Jodsalz tragen vor allem Brot, Milchprodukte, Spinat, Algen, Fisch und Meeresfrüchte zu einer guten Versorgung bei. - Auf den Selenspiegel achten.
Die Schilddrüse ist das selenreichste Organ unseres Körpers. Ein Mangel kann die Anfälligkeit für Schilddrüsenentzündungen erhöhen. - Den Darm fit halten.
Reichlich Bitterstoffe und basische Lebensmittel sollten den Teller füllen. Bei Beschwerden kann eine Darmregulation mit prä- und probiotischen Produkten sinnvoll sein. - Volle Immunkraft voraus.
Achten Sie auf eine gute Versorgung mit Zink, Eisen, Magnesium und Omega-3-Fettsäuren. Hinzu kommen die Vitamine der B-Gruppe sowie Vitamin C, D und E.
Quelle: Torre GmbH